Ein Hanggrundstück bietet spannende Gartenräume, verlangt aber eine Antwort auf die Frage: Wie hält die Erde dort, wo sie soll? Die passende Lösung hängt vor allem von der Höhe, dem Platz und der Nutzung ab.
Überblick nach Höhe
| Höhenunterschied | Typische Lösung | Hinweis |
|---|---|---|
| bis 30 cm | Beeteinfassung, Rasenkante, flache Böschung | meist ohne Fundament machbar |
| 30–60 cm | niedrige Stützmauer, Hochbeet als Terrasse | Schotterbett und Kies hinter der Wand |
| 60–100 cm | Stützmauer mit Fuß, gestaffelte Terrassen | Drainage einplanen, Auflasten prüfen |
| über 100 cm | mehrere gestaffelte Mauern oder geplantes Bauwerk | statische Bemessung empfohlen |
Böschung und Bepflanzung
Wo genug Platz ist, bleibt die natürliche Böschung die günstigste Lösung. Bodendecker, Gräser und tiefwurzelnde Sträucher halten die Oberfläche, Erosionsschutzmatten helfen in den ersten Jahren. Der Nachteil: Eine Böschung frisst Fläche, die Sie nicht als Weg, Terrasse oder Beet nutzen können, und ist mühsam zu pflegen.
Terrassieren statt einer hohen Mauer
Statt einer 1,5 m hohen Wand bauen Sie zwei oder drei niedrige Mauern hintereinander. Jede einzelne Stufe ist einfacher zu setzen, der Erddruck bleibt klein, und dazwischen entstehen ebene Pflanzflächen. Als Faustregel sollte der Abstand zwischen zwei Mauern mindestens so groß sein wie die Höhe der unteren Mauer, damit sich die Lasten nicht addieren.
Die Stützmauer
Eine Stützmauer gewinnt die meiste nutzbare Fläche. Die Wahl des Materials entscheidet über Platzbedarf und Aufwand: Betonmauern und L-Steine brauchen Kran oder Bagger, Natursteinmauern viel Handarbeit. Stützmauern aus Cortenstahl sind schlank, werden ohne Beton auf einem Schotterbett versetzt und lassen sich zu zweit tragen und verschrauben. Unsere Elemente gibt es von 30 bis 100 cm Höhe, Höhensprünge sind mit demselben Lochraster möglich. Einen Kostenvergleich finden Sie im Beitrag Was kostet eine Stützmauer?
Was die Mauer zusätzlich belastet
- Auflasten oberhalb: Einfahrten, Stellplätze, Gartenhäuser, Pools.
- Steiles Gelände hinter der Mauer statt einer ebenen Fläche.
- Wasser: Hangwasser, lehmiger Boden, fehlende Drainage.
- Grenznähe: Für Mauern an der Grundstücksgrenze gelten die Regeln der Bauordnung und Gemeinde.
Trifft einer dieser Punkte zu, lassen Sie die Situation von einem Statiker oder Fachbetrieb beurteilen. Wir liefern für unsere Elemente die technischen Daten, die dafür nötig sind.
Selbst planen: Im Stützmauer-Planer zeichnen Sie Ihren Mauerverlauf, wählen die Höhen und sehen sofort Stückliste und Preis.

