Hochbeet befüllen: Die richtigen Schichten für ein Cortenstahl-Hochbeet

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Ein Hochbeet ist nur so gut wie seine Füllung. Der klassische Schichtaufbau spart Erde, sorgt für Wärme von unten und versorgt die Pflanzen über mehrere Jahre mit Nährstoffen.

Vor dem Befüllen

  • Standort: sonnig, eben, Längsseite möglichst nach Süden.
  • Untergrund: Rasensoden abstechen, Boden lockern. Das Hochbeet steht direkt auf dem Erdreich, damit Wasser abfließen kann und Regenwürmer einwandern.
  • Wühlmausgitter: verzinktes Drahtgitter, Maschenweite etwa 13 mm, am Boden auslegen und seitlich einige Zentimeter hochziehen.
  • Innenseite: Eine Noppenfolie an den Stahlwänden hält die feuchte Erde vom Stahl fern. Den Boden nicht abdichten.

Die Schichten von unten nach oben

SchichtMaterialAnteil der Höhe
1. GrobschichtÄste, Zweige, Strauchschnittca. 30 %
2. Grünschichtumgedrehte Rasensoden, Laub, grober Häckselca. 15 %
3. Komposthalbreifer bis grober Kompostca. 25 %
4. PflanzerdeGartenerde mit reifem Kompost gemischtca. 30 %, mind. 20 cm

Bei niedrigen Hochbeeten unter etwa 50 cm lassen Sie die Grobschicht weg oder halten sie dünn. Die oberste Schicht sollte nie dünner als 20 cm sein, sonst finden Gemüsewurzeln zu wenig Halt.

Wie viel Material brauche ich?

Das Volumen ist Länge × Breite × Höhe. Ein Hochbeet mit 2,0 × 1,0 m und 80 cm Höhe fasst 1,6 m³. Davon entfallen bei obigem Aufbau rund 0,5 m³ auf Pflanzerde und 0,4 m³ auf Kompost, der Rest auf Gartenabfälle. Rechnen Sie mit etwa 10–15 % Mehrbedarf, weil sich die Füllung setzt.

Setzen und Nachfüllen

Im ersten Jahr sackt die Füllung um einige Zentimeter ab, weil die unteren Schichten verrotten. Füllen Sie jedes Frühjahr mit Kompost und Erde nach. Nach fünf bis sieben Jahren ist die Füllung weitgehend zu Erde geworden, dann lohnt ein neuer Schichtaufbau.

Was im ersten Jahr wächst

Ein frisch befülltes Hochbeet ist sehr nährstoffreich. Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Kohl und Kürbis fühlen sich im ersten Jahr wohl. Salat und Spinat können dann zu viel Nitrat einlagern, sie passen besser ab dem zweiten Jahr.